Es gibt da diesen Moment, den ich nicht vergessen werde: Ein Kumpel fragt mich, ob er mit seiner Tochter am Wochenende einen Transformers-Film gucken kann, er hat die Disc-Box im Regal stehen. Zwei Stunden später schickt er mir ein Foto von der Auswahl auf dem Bildschirm — sechs Filme, und er hat keine Ahnung, welchen er zuerst starten soll. „Die Reihenfolge ist doch egal, oder?" Nö. Ist sie nicht. Wenn Sie mit dem falschen Film anfangen, verlieren Sie in den ersten zwanzig Minuten die Lust oder — schlimmer — Sie verstehen die Hälfte nicht.

Ich habe die Filme mehrfach durchgeschaut, teils freiwillig, teils weil ich für diesen Blog wissen wollte, wie sich die Transformers Reihenfolge sinnvoll sortieren lässt. Und ich sage es gleich: Es gibt nicht die eine richtige Reihenfolge. Es gibt zwei, und welche für Sie passt, hängt davon ab, was Sie eigentlich wollen — ein Reboot zum Einsteigen oder die volle Ladung Bay-Krach.

Wichtige Erkenntnisse

  • Zwei Sorten Reihenfolge: Erscheinungsdatum (einfach, unproblematisch) und interner Handlungsverlauf (Bumblebee zuerst).
  • Bumblebee (2018) spielt in den 1980ern und ist der sauberste Einstieg für Neulinge — auch wenn er nach Transformers 5 gedreht wurde.
  • Wer die Bay-Filme chronologisch guckt, stößt auf Lücken: Der fünfte Teil widerspricht sich selbst im Erzähltempo.
  • Aufstieg der Bestien (2023) hängt lose an Bumblebee, nicht an den Bay-Filmen.
  • Ein „Transformers 8" als direkte Fortsetzung der Bay-Reihe existiert nicht — der nächste Kinofilm ist Transformers One (Animationsfilm, 2024).

Welche Reihenfolge der Transformers-Filme sollten Sie wählen?

Kurz gesagt: Wenn Sie zum ersten Mal in die Reihe einsteigen, gucken Sie Bumblebee zuerst. Wenn Sie zum Rewatch antreten und die volle Dosis Explosionen wollen, gehen Sie stumpf nach Erscheinungsjahr. Beide Wege funktionieren. Der erste ist angenehmer, der zweite ehrlicher.

Warum das so ist? Weil die Filmreihe faktisch keine einzige durchgehende Geschichte erzählt. Sie ist ein Flickenteppich aus Reboots, losen Vorgeschichten und Studioentscheidungen, die sich nicht immer gegenseitig kennen. Michael Bay hat fünf Filme gedreht, die nominell zusammenpassen — und dann kam Bumblebee, ein kleinerer, wärmerer Film, der aussieht wie ein Neuanfang.

Reihenfolge nach Erscheinungsdatum (die klassische)

Das ist die Variante, die jeder Streamingdienst als „Transformers Reihenfolge" ausspielt: Kino-Release, von 2007 bis heute.

  • Transformers (2007) — Der erste Realfilm, mit Shia LaBeouf und einem wilden Soundtrack.
  • Transformers: Die Rache (2009)
  • Transformers 3: Die dunkle Seite des Mondes (2011)
  • Transformers: Ära des Untergangs (2014)
  • Transformers: The Last Knight (2017)
  • Bumblebee (2018) — spielt in den 1980ern
  • Transformers: Aufstieg der Bestien (2023)
  • Transformers One (2024) — Animation, Origin-Story auf Cybertron

Das ist die Liste, mit der Sie sich beim Streaming anfreunden können. So weit, so einfach. Das Problem taucht erst auf, wenn Sie versuchen, die Handlung der Filme als Kette zu lesen.

Die chronologische Reihenfolge (Handlung, nicht Release)

Weil Bumblebee in den 1980ern spielt und Transformers One sogar auf dem Planeten Cybertron vor allen Ereignissen der Erde, ergibt sich eine völlig andere Erzählreihenfolge:

  1. Transformers One (Cybertron, Ursprung)
  2. Bumblebee (1980er)
  3. Transformers (2007)
  4. Die Rache (2009)
  5. Die dunkle Seite des Mondes (2011)
  6. Ära des Untergangs (2014)
  7. The Last Knight (2017)
  8. Aufstieg der Bestien (1990er bis heute)

Klingt sauberer, ist es aber nur halb. Der Grund: Bumblebee wurde von Paramount zunächst als Prequel positioniert, dann als Reboot gehandelt und in der Praxis als drittes Ding geführt — ein Film, der sich an die Bay-Filme anlehnt, sie aber nicht als Kontinuität braucht. Aufstieg der Bestien wiederum verhält sich wie ein Soft-Reboot: Er nimmt Bumblebee als Bezug, nicht die fünf Bay-Filme. Wenn Sie also chronologisch gucken, verlieren Sie gegen Ende den Anschluss an die Bay-Timeline, weil es ihn dort schlicht nicht gibt.

Ich habe es mal so gemacht: erst Bumblebee, dann Transformers (2007), dann direkt Aufstieg der Bestien. Das funktioniert tatsächlich — die Filme beißen sich nicht. Es fühlt sich nur an, als hätte man zwei Reihen gleichzeitig angefangen. Ein bisschen schizophren, ganz ehrlich.

Vergleich der beiden Sortierungen

FilmErscheinungsjahrHandlungszeitReihe
Transformers20072007Bay-Ära
Die Rache20092009Bay-Ära
Die dunkle Seite des Mondes20111969 / 2011Bay-Ära
Ära des Untergangs20142014Bay-Ära
The Last Knight2017Mittelalter / 2017Bay-Ära
Bumblebee20181987Reboot-Zweig
Aufstieg der Bestien20231994 / 2020erReboot-Zweig
Transformers One2024Urzeit CybertronPrequel (Animation)

Die Tabelle macht den eigentlichen Punkt sichtbar: Es gibt keine einzige durchgängige Timeline. Es gibt zwei Stränge und einen animierten Vorfilm. Wer das akzeptiert, hat beim Gucken weniger Frust.

Wie viele Transformers gibt es überhaupt?

Aktuell sind es acht Kinofilme — sieben Realfilme plus der Animationsfilm Transformers One. Das ist die Zahl, die im Regal steht, und sie wächst nicht monatlich. Wenn Sie in einem Blogartikel „9 Filme" lesen, ist entweder eine Ankündigung mitgezählt oder jemand hat einen Fernsehfilm wie den 1986er Zeichentrickfilm dazugerechnet, der in Deutschland als „Transformers – Der Kampf um Cybertron" lief.

Wie viele Transformers gibt es überhaupt?

Ehrlich gesagt: Den 86er-Zeichentrick zähle ich nicht mit. Nicht, weil er schlecht wäre — er ist herrlich schräg —, sondern weil er in einer völlig anderen Kontinuität der alten Cartoon-Serie steht. Wer ihn guckt, sollte wissen, dass er mit dem Realfilm-Universum nichts zu tun hat.

Hinzu kommen zwei Serien, die für die Reihenfolge relevant sind, aber nicht Pflicht:

  • Transformers: Prime (2010–2013) — die qualitativ stärkste Zeichentrickserie, eigenständig, aber ein guter Einstieg, wenn Ihnen Realfilme zu laut sind.
  • Transformers: War for Cybertron (Netflix, 2020–2021) — eine dreiteilige Anime-Trilogie, spielt vor der Erde und funktioniert als Vorgeschichte, ohne den Kinofilmen zu widersprechen.

Wer also die Reihenfolge mit Serien wissen will: Es gibt keinen Kanon, der Serien und Filme sauber verbindet. Die Serien sind eigenständige Erzählungen im gleichen Universum. Sie können sie unabhängig schauen, ohne die Filme zu kennen.

Wann kommt Transformers 8 raus?

Die ehrliche Antwort: Es gibt keinen offiziell bestätigten „Transformers 8", der direkt an die Bay-Reihe anschließt. Was existiert, sind zwei Kinofilme im Reboot-Zweig: Bumblebee und Aufstieg der Bestien. Ein dritter Film dieser Reihe wurde in den vergangenen Jahren immer wieder angekündigt — konkrete Termine wurden jedoch nicht durchgezogen, und in den vergangenen Jahren sind gleich mehrere Paramount-Projekte verschoben oder neu aufgesetzt worden.

Wann kommt Transformers 8 raus?

Was tatsächlich kam, war Transformers One (2024) — ein Animationsfilm über die Ursprünge von Optimus Prime und Megatron. Er ist kein „Transformers 8" im Sinne der Realfilm-Reihe, sondern ein eigenes Ding. Wer also fragt, wann „Transformers 8" kommt: Stand heute nicht absehbar. Der nächste Schritt, der sicher ist, ist die Fortsetzung im Reboot-Zweig — der genaue Titel ist nicht bestätigt.

Wie heißt der 8. Teil von Transformers?

Wenn Sie die acht Kinofilme nach Erscheinungsdatum zählen, ist der achte Film Transformers One (2024). Das ist die einzige saubere Antwort, die sich belegen lässt. Wenn Sie dagegen nach der inneren Handlung der Realfilm-Reihe zählen, gibt es keinen achten Teil — Aufstieg der Bestien ist der letzte Realfilm im Reboot-Zweig, und danach ist die Zukunft offen. Ich weiß, das ist keine befriedigende Auskunft. Aber sie ist korrekt, und ich habe zu oft gesehen, wie Blogs hier mit angeblichen Titeln und Daten jonglieren, die sich später als Luftnummern entpuppt haben.

Wo können Sie die Filme in Deutschland streamen?

Die Streaming-Verfügbarkeit in Deutschland ändert sich ständig, und ich sage es vorweg: Ich kann Ihnen keinen festen Katalog versprechen. Was ich sagen kann, ist, wie die Lizenzlage in den letzten Jahren aussah: Einzelne Filme tauchen bei Netflix, Amazon Prime, Paramount+ und als Leihfilm bei Apple TV auf, aber nicht alle gleichzeitig.

Der praktischste Weg: Prüfen Sie auf einer JustWatch- oder WerStreamt-Seite mit dem Filmtitel, bevor Sie sich ein Abo zulegen. Transformers Reihenfolge Netflix ist eine dieser Suchanfragen, bei denen man oft enttäuscht wird, weil schlicht nie alle Filme gleichzeitig im gleichen Katalog liegen.

Was ich als Faustregel mitgenommen habe: Die neueren Titel (Bumblebee, Aufstieg der Bestien, Transformers One) sind häufiger bei Paramount+ oder als Kauf-/Leihtitel verfügbar. Die ersten drei Bay-Filme tauchen sporadisch bei Netflix auf, verschwinden dann wieder. Wer die komplette Box will, ist mit der Blu-ray-Box tatsächlich entspannter dran — und spart sich das Suchen.

Was ist eigentlich mit Transformers: Aufstieg der Bestien — braucht man den?

Wenn Sie den Bay-Zweig mögen: eher nein, der Film ist ein Bruch mit dessen Ton. Wenn Sie mit Bumblebee eingestiegen sind und den Reboot-Zweig weiterlaufen wollen: ja, unbedingt, weil er inhaltlich an Bumblebee anknüpft — allerdings nicht an dessen Handlung, sondern an dessen Ton und dessen Figuren. Die eigentliche Verbindung ist die Ästhetik, nicht die Geschichte.

Soll ich vor Transformers One die Realfilme gesehen haben?

Nein. Transformers One funktioniert als eigenständiger Animationsfilm und setzt nichts voraus. Wer ihn zuerst guckt, versteht die Figuren besser, weil er zeigt, wie Optimus und Megatron zu Feinden wurden. Ich würde ihn aber nicht als Erstes gucken — er ist ambitioniert, aber die Realfilme sind der eigentliche Kern der Reihe.

Mein persönlicher Tipp für den Einstieg

Wenn ich jemandem die Reihenfolge empfehlen müsste, ohne zu wissen, ob er auf Krach oder auf Geschichte steht, würde ich drei Filme nennen: Bumblebee als Einstieg, Transformers (2007) als Abgleich mit dem Original, und Transformers One als Abschluss, weil er dem Ganzen eine Bedeutung gibt, die die Realfilme nicht liefern. Die mittleren Bay-Filme — Ära des Untergangs und The Last Knight — würde ich beim ersten Durchgang auslassen. Nicht, weil sie unverständlich wären, sondern weil sie müde machen. Wer sie später nachholt, weiß wenigstens, warum.

Ich habe es mal andersherum probiert: alle acht in Erscheinungsreihenfolge, an einem Wochenende. Nach dem vierten Film habe ich aufgehört zu zählen, wie oft ein Transformer auf eine Straße knallt. Nach dem sechsten habe ich Pause gemacht. Nach dem achten war ich ehrlich gesagt einfach nur froh, fertig zu sein. Das ist keine Empfehlung, das ist eine Warnung.

Was am Ende bleibt

Die Transformers Reihenfolge ist kein Rätsel — sie ist nur schlecht sortiert. Wer sie als das nimmt, was sie ist, nämlich zwei lose Erzählstränge plus einen animierten Vorfilm, hat keine Probleme mehr. Wer sie als durchgehende Saga erwartet, wird enttäuscht. Das ist wie mit den Fast-and-Furious-Filmen: irgendwann guckt man sie nicht mehr der Geschichte wegen, sondern weil man die Figuren mag.

Wenn Sie mich fragen: Fangen Sie mit Bumblebee an. Er ist der freundlichste Film der Reihe, er erklärt nichts, was Sie nicht schon wissen müssten, und er lässt Sie mit dem Gefühl zurück, dass in dieser Reihe mehr steckt als Metall, das auf Asphalt kracht. Wenn Sie danach süchtig sind, gehen Sie zurück zu Transformers (2007) und arbeiten Sie sich vor. Und wenn Sie merken, dass Sie nach dem dritten Bay-Film anfangen, aufs Handy zu gucken — hören Sie auf. Es wird nicht besser. Aber Sie haben es wenigstens selbst gemerkt.